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Erneut werden rund 4000 junge Lehrkräfte in Baden-Württemberg durch die Landesregierung über die Sommerpause in die Arbeitslosigkeit geschickt. Die SPD-Landtagsabgeordnete Viviane Sigg kritisiert hierbei vor allem die Kommunikation des neuen Kultusministers deutlich:
„Andreas Jung hat den Referendarinnen und Referendaren vollmundig versprochen, für ihre Bezahlung über die Sommerferien zu kämpfen. Jetzt wurde er offenbar von der eigenen Koalition zurückgepfiffen. So schnell darf ein Kultusminister sein Wort nicht wieder einkassieren.“
Seit Jahren steht die Praxis in der Kritik, angehende Lehrkräfte mit dem Ende ihres Referendariats im Juli aus dem Dienst zu entlassen, um sie nur wenige Wochen später zum neuen Schuljahr wieder einzustellen.
„Wir reden ständig über den Lehrkräftemangel und darüber, wie wir junge Menschen für den Lehrerberuf gewinnen können. Und dann schickt das Land ausgerechnet die Lehrkräfte, die es selbst ausgebildet hat, für ein paar Wochen in die Arbeitslosigkeit. Das passt nicht zusammen. Jeder Betrieb, der händeringend Fachkräfte sucht, würde bei so einer Personalpolitik den Kopf schütteln.“
Auch den Verweis auf die Kosten lässt die SPD-Abgeordnete nicht gelten: „Baden-Württemberg hat nicht plötzlich kein Geld. CDU und Grüne wollen das Geld offenbar nur nicht für die Referendarinnen und Referendare einsetzen. Das ist reine Einstellungssache und eine Frage der politischen Prioritäten.“
Jung müsse nun deutlich machen, ob seine Ankündigung Bestand habe: „Der Kultusminister hat selbst gesagt, er werde dafür kämpfen. Dann erwarten wir, dass er genau das jetzt tut, auch in der eigenen Fraktion und gegenüber dem Finanzminister. Große Worte auf Sommerfesten reichen nicht.“
Kaum jemand zahlt gerne Steuern. Doch wenn es schon sein muss, soll es fair zugehen. Doch was heißt das konkret? Was sind Forderungen der SPD und wie unterscheiden sie sich von anderen? Und welche Beschlüsse stehen in Berlin an? Zu diesen Fragen steht der steuer- und finanzpolitische Experte der SPD im Bundestag, Parsa Marvi (Karlsruhe) am Mittwoch, den 22. Juli um 18.30 Uhr Rede und Antwort. Die Veranstaltung findet in der Ideenwerkstatt in Radolfzell, Regiment-Piemont-Str. 7 statt.

Wir trauern um unseren lieben Genossen Lukas Duffner aus Schönwald. Lukas ist am vergangenen Sonntag im Alter von 96 Jahren friedlich eingeschlafen. Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und seinen Freunden.
Lukas war eine Institution der SPD im Schwarzwald-Baar-Kreis, hat uns viele Jahre im Kreistag vertreten, hat den Ortsverein Schönwald mitgegründet, war viele Jahrzehnte dessen Vorsitzender und wurde mit der Willy-Brandt-Medaille ausgezeichnet. Noch vor Kurzem durften wir ihn für 80 Jahre Mitgliedschaft in der SPD ehren.
Auch über die Parteigrenzen hinweg war er bekannt und hoch angesehen. 2008 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Die Trauerfeier findet am Freitag, dem 17.07.2026 um 14:00 Uhr in der Aussegnungshalle auf dem Friedhof in Schönwald statt. Die anschließende Beisetzung erfolgt im Familienkreis. Freunde, Weggefährten und Vereinskollegen sind im Anschluss auf den Reinertonishof eingeladen.
Derya Türk-Nachbaur, Nicola Schurr und Raphael D'Avis haben folgenden Nachruf formuliert:
Unser Kreitagsfraktionsvorsitzender Martin Löffler zur Haushaltssperre in unserem Landkreis:
„Diese Haushaltssperre ist der tragische vorläufige Höhepunkt einer Haushaltskrise, die ausschließlich dadurch verursacht worden ist, dass durch den Bund erlassene Gesetze nicht finanziert sind und die Kosten auf die Landkreise abgewälzt werden.
Mit anderen Worten: der Bund hat Leistungen beschlossen, die nun der Landkreis finanzieren soll. Dazu ist der Landkreis finanziell aber gar nicht in der Lage.
Wir können nur an den Bund appellieren, das BTHG und die Eingliederungshilfe endlich auch zu finanzieren.“