Ein neues Rathaus für Freiburg – Ein Haus für die Stadt!

Veröffentlicht am 12.04.2012 in Beschlüsse

Beschlossen von der SPD Mitgliederversammlung am 12.04.2012

Die SPD Freiburg begrüßt das Vorhaben die Stadtverwaltung auf dem Gelände des bisherigen  Technischen Rathauses zu konzentrieren.

Als Voraussetzung für eine sinnvolle Umsetzung fordern wir aber, dass eine geographische Verwaltungskonzentration einer Verbesserung Servicequalität für die Bürgerschaft dienen soll.

Die Bevölkerungsstruktur des Stühlingers erfordert es in besonderem Maße sowohl die Defizite des Stadtteils – wenig günstiger Wohnraum, kein zentraler Ort der gesellschaftlichen Begegnung und Teilhabe und dadurch bedingt die konstante Abwanderung von Familien – als auch die Stärken – die lebendige und vielfältige Sozial- und Gewerbestruktur – positiv und nachhaltig zu entwickeln.

Der Neubau des Rathauses muss für den Stadtteil Stühlinger positive Impulse setzen. Deshalb unterstützen wir den Plan eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs. In diesem Verfahren sollen  folgende Prämissen berücksichtigt werden:

  • Errichtung eines Stadtteilzentrums zur:
    • Stärkung der Gesellschaftlichen Teilhabe und des bürgerschaftliches Engagements.
    • Förderung der Begegnung zwischen und innerhalb der Generationen und Kulturen.
    • Weiterentwicklung der Familienkultur im Stühlinger.
    • Aufbau selbstorganisierter kultureller und sozialer Angebote für Jugendliche und Erwachsene nach dem Prinzip „miteinander / füreinander / und zwischeneinander“.
  • Eine Kindertagesstätte für die Kinder im Stadtteil als wohnort- und arbeitsplatznahe Einrichtung.
  • Wohnräume für Familien in gefördertem und frei finanziertem Wohnungsbau im Mischungsverhältnis 1:1.
  • Bau einer Tiefgarage als Quartiers-, Mitarbeiter- und Besuchergarage.
  • Entwicklung der Grünspange entlang der Güterbahntrasse.

Die Verwaltungskonzentration darf auch für das Umfeld der derzeitigen Standorte keine Nachteile bringen. Daher stellen wir uns als Nutzungsmöglichkeit eine Stärkung der sozialen Belange, insbesondere sozialer Wohnungsbau, Studentenwohnheime und Kitabetreuung vor.

Zudem sollte im Bereich der Innenstadt ein Stadtteilzentrum für die kulturelle Begegnung und die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements entstehen.

Begründung:

Das für die Verwaltungskonzentration vorgesehene Areal stellt einen der letzten Gestaltungsräume im Stadtteil dar und bietet somit ein einzigartiges Potential gezielt durch verschiedene Infrastrukturmaßnahmen die Entwicklung des Stadtteils positiv zu beeinflussen.

Für den Stühlinger, aber auch für die Innenstadt und die Wiehre ergeben sich aus der Verwaltungskonzentration Chancen und Risiken.

Kaufkraftabfluss aus Innenstadt und Wiehre, erhöhtes Verkehrsaufkommen und Flächenversiegelung im Stühlinger, sind Risiken die durch die Vorteile  der Verwaltungskonzentration aufgewogen werden.

Die mittelfristigen Einsparmöglichkeiten für die Stadt, durch wegfallende Mietkosten, kürzere Wege und die Verbesserung des Service für die Bürgerinnen und Bürger (das neue Bürgerservicecenter) sprechen für eine  Verwaltungskonzentration.

Gerade für die Innenstadt und den Stühlinger bieten sich auch städtebauliche Chancen, die wir nutzen wollen.

Für die bauliche Gestaltung fordern wir, dass sparsam mit den verfügbaren Flächen umgegangen wird.

Die bauliche Umsetzung soll dabei selbstverständlich nach den Freiburger ökologischen  Bauleitlinien  erfolgen.

Die Verkehrserschließung soll über die Berliner Allee / Sundgauallee realisiert werden, der Besucherverkehr darf weder die Eschholzstraße noch die Fehrenbachallee weiter belasten.

Des Weiteren muss eine Querungsmöglichkeit der Stadtbahngleise für Fußgänger auf Höhe der Egonstraße geschaffen werden.

Homepage SPD KV Freiburg

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